Kunst
Porzellanausstellung

Meine erste Ausstellung, ein Gemeinschaftsausstellung

Eine Porzellanausstellung. Nach meiner Bossiererlehre in der Staatlichen Porzellan-Manufaktur Meissen wechselte ich innerhalb der Firma in die Künstlerische Entwicklung. Noch vor der „Wende“. Wehrend meiner Arbeit lernte ich die so genanten „Seniorenkünstler“ Ludwig Zepner, Peter Strang, Rudi Stolle, Volkmar Bretschneider und Heinz Werner kennen. Als Meisterschüler von Peter Strang fertigte ich Nullserien, exklusive Kleinserien, Geschenke für die Regierenden des Landes und von Zeit zu Zeit auch schon eigene Dinge in Porzellan.

Erste Wege in Porzellan

Stück für Stück lernte ich die Geheimnisse der Porzellanherstellung kennen. Das Denken für Porzellan. Nach der Wende, bestand dann die Möglichkeit auf Grund meiner bis dahin gewonnen Fähigkeiten und Fertigkeiten, des gefallenen politischen Systems, einen Abschluss als Produktdesigner in Heiligendamm zu absolvieren. 

Porzellanausstellung „Von Wegen …

Porzellangestalter
Begleitheft zu „Von Wegen …“

1992 war es dann so weit, die ersten eigenen Unikate wurden der Öffentlichkeit gezeigt. Unter dem Titel „Von Wegen, … ist die Porzellanausstellung dann in der Albrechtsburg Meissen eröffnet wurden. … ein Begleitheft erklärte damals das moderne Denken in Porzellan. Aus Angst? Darf man das in der Öffentlichkeit zeigen? Nichts Süßes, keine Heiterkeit, kein Rokoko? Gemeinsam mit Christoph Ciesielski, Andreas Ehret und Andreas Herten wagte ich den Schritt und wir klopften an an der Tür der Porzellanliebhaber. Bis 2005 fertigte ich dann folgend in der Manufaktur Meissen ca. 1000 Unikate. Von ganz kleinen Objekten bis zu 1,8m großen Figur war alles dabei. Wandbilder. Unikate.

Resonanz in der Presse

In der Sächsischen Zeitung schrieb Gundula Sell: „… Kühl, klar, geometrisch experimentieren sie mit Formen und Farben, auch mit Inhalten, sie spielen die Register der Formen nicht nur aus, sondern erweitern sie. Zwischen den glänzenden Flächen und den Betrachtern entsteht und besteht Distanz und Achtung. Außer den strengen Linien und dem häufigen Verzicht auf Gefälligkeit fällt besonders eins auf: Die Kombination des Porzellans mit anderen Materialien. …“

Von Wegen ... Porzellan.
Von Wegen … Porzellan.

Noch heute bin ich auf der Suche nach neuen Wegen für das Material. Es ist nicht immer einfach und die Tür, das das Material auch ein Material für die Kunst ist, muss weiterhin geöffnet werden.

Von Wegen … Porzellan ist alt und konservativ.