Olaf Fieber – ein Meißner Porzellan/Künstler

Das Licht der Welt erblickte Olaf Fieber 1966 in Meißen. Hier ist er auch aufgewachsen und zur Schule gegangen. Für ihn war es naheliegend, sich um einen Ausbildungsplatz in der Porzellanmanufaktur zu bewerben.

Olaf Fieber – die Lehrjahre

Nach dem Ende seiner Schulzeit besuchte er einen Zeichenzirkel der Manufaktur. Dies brachte ihm Meissen schließlich näher und so absolvierte Olaf Fieber von 1983 – 1987 die Ausbildung zum Porzellangestalter. Nach seiner vierjährige Lehrzeit wechselte er allerdings sofort in die Künstlerische Entwicklung.

Meißen/Sachsen
Meißen/Sachsen

Seine künstlerische Entwicklung

Hier lernte er das Material so richtig kennen. Als Meisterschüler Peter Strangs und der Zusammenarbeit mit anderen Künstlern gewann er demzufolge viele unterschiedliche Einblicke die sein künstlerisches Leben prägen.

Olaf Fieber, Meißen
Unterglasurmalerei auf Porzellan

Das freie Gestalten mit Porzellan, das Experimentieren mit allen möglichen keramischen Techniken und die Auseinandersetzung aller Produktionsprozesse eines Porzellangegenstandes verhalfen ihm ein enormes Wissen auf diesem Gebiet anzuhäufen.

Dabei erlernte er das gestalterische Sehen. Zufolge entwickelte er das feinsinnige Gespür für die Arbeit mit dem bildsamen Werkstoff. Ab 1990 bereicherte Olaf Fieber mit eigenen Arbeiten die Porzellanwelt. Nach dem Abschluss eines Externstudium an der FS für Angewandte Kunst in Heiligendamm durfte er sich dann Produktgestalter nennen. Bis 2005 war er in der Manufaktur Meissen tätig und fertigte da an die 1000 Unikate.

Olaf Fieber als Freiberufler

AtelierFieber
Bei der Arbeit im Atelier

2006 trennten sich allerdings die Wege und er eröffnete ein eigenes Atelier in Meißen. Neben Porzellan sind neue Materialien und Tätigkeitsfelder dazu gekommen. Als Künstler sollte man seine Kreativität leben. Offen sein für frisches Denken und dies seiner Umwelt sensibel, leise, verschlüsselt oder manchmal sehr direkt mitteilen. Eigene Sichtweisen sollte man umsetzen mit unterschiedlichen künstlerischen Mitteln, als Mittler zwischen Mensch und Umwelt, so seine Devisen.

Ausstellungen, etc. …

Eigene Ausstellungen oder Ausstellungsbeteiligungen führten ihn unter anderem in die Städte: Berlin, Dresden, Hamburg, Hohenberg, Köln, Kronberg, Kürten, London, Meißen, Sapporo, Wien und Vitry sur Seine. Studienreisen beispielsweise nach den USA, Italien, Schweden, die Schweiz und Spanien eröffneten ihm andere Kulturen und neu Sichtweisen.

Arbeiten im öffentlichen Raum findet man in Meißen, Torgau, Wermsdorf und Würzburg. 

Torhaus-Meißen
Gemeinschaftsausstellung im Torhaus/Meißen

Er ist Mitbegründer die Künstlergruppe „Weißer Elefant“, gründete den Verein zur Förderung zeitgenössischer Porzellankunst e.V., der sich zur Aufgabe gestellt hat, Porzellan von der künstlerischen Seite her zu beleuchten. Ein besonderes Kind Fiebers ist die ins Leben gerufene Porzellanbiennale in der Albrechtsburg Meissen.